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Zwei neue Erfolgsgeschichten mit
»organischen« Wänden in Bonn und
ornamentreicher Fassadengestaltung
am Serrahnhafen in Hamburg Bergedorf.

Zwei neue Erfolgsgeschichten mit
»organischen« Wänden in Bonn und
ornamentreicher Fassadengestaltung
am Serrahnhafen in Hamburg Bergedorf.

In ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern lassen sich architektonische Erfolgsgeschichten entdecken. Was sie alle verbindet, ist ihre einzigartige Fassade mit unseren Klinkern. Lassen Sie sich von unseren aktuellen Beispielen inspirieren!

»Organische«
Wand in Bonn

 

 

Quadratisches Bild

»Die Möglichkeit der individuellen Gestaltung und Produktion für Oberflächen, Farben und Formsteine haben wir sehr geschätzt und auch in weiteren ­Projekten in Anspruch genommen.«

Uwe Schröder
Uwe Schröder Architekt, Bonn

Portrait: ©Behrend & Rausch

HERAUSFORDERUNG:
FASSADE MIT GREIFBARER
MASSSTÄBLICHKEIT

An der Siemensstraße in Bonn, an der Grenze zwischen Stadt und Land, entstand mit dem studentischen Wohnhof Raum für junge Menschen. Zwischen Mehrfamilienhäusern, Bahngleisen und Grün schafft der Bau eine Konzentration auf sich selbst. Gleichzeitig bietet die Gestaltung als Hof gemeinschaftliches Wohnen in Haus und Stadt. 93 Studentenzimmer mit unterschiedlichen Größen und Aufteilungen stehen zur Verfügung. Gemeinsam genutzt werden das Waschhaus, die Gemeinschaftsküche, ein Fitnessraum und der lichtdurchflutete Innenhof.

Uwe Schröder erläutert die Herausforderung der Umsetzung: »Topologisch schlägt der Bau als studentischer Wohnhof eine assoziative Brücke zur nachbarlichen ›Ortschaft‹ und den dortigen universitären Gebäuden des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Nähe des Kurfürstlichen Schlosses. Von keinem Standpunkt in der Stadt kann diese räumliche Beziehung in den Blick genommen werden. Ästhetisch bleibt sie der ›Korrespondenz‹ (Zitat: Martin Seel) beider Orte über Ähnlichkeiten vorbehalten.«

Das heißt, dass der Bau organismisch eingefügt wurde. Seine Maßstäblichkeit setzt ihn in Beziehung zu etwas anderem: zu seinem Umfeld und zu den Menschen, die in ihm wohnen. »Vordergründig ist es zunächst die Handwerklichkeit des Backsteins, die den Maßstab des Baus greifbar macht: Greifen heißt Begreifen«, ergänzt Uwe Schröder.


Mit den Klinkern der Ziegelei Hebrok wird dieses Begreifen eindrucksvoll realisiert.

EMPFEHLUNG:
WASSERSTRICH-KLINKER FÜR
EINE »ORGANISCHE« WAND

Quadratisches Bild

»Allein durch seine historische Form als ›handliches‹ Rechteck ist der Klinker das Material für Bauten von Menschen für Menschen. Mit meinen Wasserstrich-Klinkern gebe ich Architekten unendlich viel Gestaltungsspielraum«.

Jörn Hebrok
Privatziegelei Hebrok, Keramikingenieur

Der Ziegler ergänzt: »Der gemeinsame Austausch mit Gestaltern und Planern ist für mich immer eine inspirierende Erfahrung. Beim ROM.HOF hat mich vor allem die Idee des Farbverlaufs zwischen den Klinkern fasziniert.«

Hinter dem Farbverlauf steht ein tektonisches Konzept. Der Backstein an sich mauert Bögen und Gewölbe, die die Wände schwer erscheinen lassen. Über den Bogen aber werden Lasten in Wand und Pfeiler umgelenkt und im Erdboden abgetragen. »Diese eigentümliche Wirksamkeit der Wand kommt im Gefüge des Steins sinnbildlich zur Darstellung«, erläutert Uwe Schröder. Zwei Farbtöne sind in der Fassade eingesetzt: der rote »ruber« und der gelbe »crocus«.

Uwe Schröder: »Nähert sich die Wand dem Erdboden, wechselt der Wasserstrichziegel ins Rote und wegen des Höhenversprungs von der Straße zur hinteren Landschaft bildet der Bau rückwärtig ein vornehmlich in Rot gekleidetes Sockelgeschoss aus. Die über dem Sockel aufgehenden Wände verlaufen ins Gelbe.«

»Farbintensität ist mir in der Entwicklung und Herstellung meiner Klinker sehr wichtig«, sagt Jörn Hebrok. »In der Sattheit der Farben zeigt sich eine ästhetische Tiefe, die Vertrautheit und Sicherheit vermittelt.«

Uwe Schröder erreicht mit seiner Fassadengestaltung noch mehr: Der Übergang vom Rot zum Gelb zeigt in Zu- und Abnahme einen Verlauf, der im vermischenden Übergang das »Wachsen« der Wand und das »Wachstum« des Baus nachgebildet. »Gleich in mehrfacher Hinsicht wird diese Sinnbildhaftigkeit der ›organischen‹ Wand und des organismischen Baus transformatiert und mit dem Vorkommen von Kopf-, Läufer- und Lagerseiten des Steins, mit dem wilden Verband, mit der Verästelung des Fugennetzes, mit Vor- und Rücksprüngen und vorherbestimmten handwerklichen ›Fehlern‹ untermauert. Das so entstehende, unregelmäßige Muster zeichnet das wachstümliche Gewebe der Wand aus und bestimmt die Tektonik des Baus – einer Pflanze gleich.«

Neben den eingesetzten »Original Wasserstrich Backstein Klinkern« sind für Decken und Wände Farben in mineralischem Blau sowie Beige, Purpur und Grün eingesetzt. Im Innenhof ist der Brunnen mit blau glasierten Klinkern gestaltet, der Grillplatz mit dem fast schwarzen Wasserstrich-Klinker »adamas«

Mit dem ROM.HOF ist ein Bauwerk entstanden, das den Zusammenhalt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellt.

Das Projekt erhielt bereits mehrere Architekturpreise: 2014 Fritz-Höger-Preis (Special Mention); 2017 Auszeichnung guter Bauten des BDA Bonn-Rhein-Sieg; 2018 Architekturpreis NRW; 2019 Nike Architekturpreis (Shortlist).

 

 

Ornamentik
in Hamburg

 

 

 

 

Quadratisches Bild

»Die ehrliche Struktur des Wasserstrichklinkers hat uns überzeugt.«

Prof. Björn Martenson
Amunt Architekten Martenson, Aachen
Portrait: ©Siegrid Reinichs

Alexander Thomass
Architekt, Neuenhagen bei Berlin

Norbert Riedel
Riedel Architektur, Hamburg

HERAUSFORDERUNG:
FASSADE MIT
PROFILIERUNG

 

Am denkmalgeschützten Bergedorfer Serrahnhafen in Hamburg sollte ein schmuckloser Flachbau aus den 1970er Jahren ersetzt werden. Die Hafenanlage sowie etliche Nachbargebäude stehen unter Denkmalschutz. Für den Neubau eines Kaufhauses und Hotels mit Gastronomie entwickelte Prof. Björn Martenson die Fassade.
»Mit dem Entwurf möchten wir die Hafenatmosphäre an den Standort zurückbringen. Backstein als traditionelles Material ist dabei die Reminiszenz an das industriell geprägte Gebäude der Stamp-Pumpenfabrik, das vormals hier stand, und mit Klinkern in einer typischen Gliederung realisiert war.«

Wesentlich war dem Architekten die Erarbeitung einer Fassaden-Profilierung. Mit einem Vollstein-Klinker sollte ein Narrativ entwickelt werden, das den Strukturaufbau sichtbar macht. So bekommt die Fassade eine Prägnanz, die der Präsenz des Neubaus im Stadtraum zwischen Bergedorfer Bahnhof, City-Center Bergedorf, Altstadt und historischem Hafen mehr als gerecht wird.

»Die Rauheit einer Wasserstrichklinker-Oberfläche hat eine Ehrlichkeit, die aus dem Produktionsprozess entsteht und nicht künstlich ist. Das kommt dem Anspruch meines Entwurfs sehr entgegen«, sagt Björn Martenson.

Riedel Architektur entwickelte die Ausführungsplanung. »Besonders die Ornamentierung der Pfeilervorlagen zum Sehrranhafen in Verbindung mit dem Raster der Hotelzimmer war zunächst ungelöst«, sagt Norbert Riedel.

Für die Umsetzung zeichnet Alexander Thomass verantwortlich. »Bei der Klinkerwahl war für uns die Möglichkeit der Individualisierung entscheidend. Sowohl was die Farbigkeit als auch die Formate betrifft. Denn aufgrund der Fassadengeometrie waren Sonderformate gefordert.«

EMPFEHLUNG:
WASSERSTRICH-KLINKER
FÜR FLEXIBLE GESTALTUNG

Quadratisches Bild

»Klinker sind bereits in ihrem Normalformat ein Baustoff, mit dem höchst individuell gestaltet werden kann. Durch meine Individualisierungsmöglichkeiten in Farbe und Form wird dies noch erweitert.«

Jörn Hebrok
Privatziegelei Hebrok, Keramikingenieur

Der Ziegler ergänzt: »Das Wasserstrichverfahren habe ich in meiner Ziegelei für den deutschen Markt wiederbelebt. Für mich ist diese Art der Oberfläche besonders authentisch.«

Alle Klinker für den Neubau Kaufhaus & Hotel am Serrahnhafen wurden aufgrund der Fassadengliederung in einem Sonderformat hergestellt. An der Nordfassade waren zusätzlich Formsteine mit besonderer Geometrie notwendig. »Die sehr individuelle Beratung durch die Ziegelei Hebrok hat uns enorm geholfen«, betont Alexander Thomass. »Neben der Auswahl der Farben war vor allem die gemeinsame Erarbeitung der Ausführungskonzeption und Fassadenstatik äußerst hilfreich.«

»Die Mitwirkung der Ziegelei Hebrok mit Blick auf die strenge Fassadengeometrie und großen Fensterelementen war durchgehend professionell – bis hin zur Findung der nahezu unsichtbaren Dehnfugen in der Gesamtoptik«, erinnert sich Norbert Riedel. »Die Fassadendetailplanung wurde Stein für Stein und Schicht für Schicht durchgeplant.«

Gewählt wurden der fahl-graue Klinker »cortina« und der zart-rote Stein »roseus«. Die Kombination ergibt einen kräftigen Kontrast. Ergänzend sind Betonfertigteilen, als Pfeiler zur Straßenseite, eingesetzt. In den Obergeschossen sind die Klinker mal häufig, teils sporadisch im Kopfverband mit ausgesetzten Köpfen verarbeitet. »Hier wird sichtbar: Das Produkt ist ein Vollstein, kein Riemchen. Das war uns wichtig«, erläutert Björn Martenson.

Und Alexander Thomass ergänzt: »Die herausgestellten roten Ziegelköpfe gliedern die Fassade in verschiedene Geschosszonen und geben ihr eine grafische Plastizität. So suggeriert das Obergeschoss im städtebaulichen Kontext ein zurückgesetztes Staffelgeschoss, es ist aber als Vollgeschoss ausgebildet.«

Jörn Hebrok sieht in der Umsetzung mit Klinkern einen architektonischen Mehrwert. »Objekte wie der Neubau am Serrahnhafen zeigen, dass Ornamentik und Profilierung bis ins kleinste Detail geplant und vor allem auch umgesetzt werden können. Dazu kommt dann noch die Würdigung alter Backsteinbauten – und die Varianz in der Farbigkeit.«

Für Architekten und Ziegler ist die Realisierung eines solchen Projekts eine Bestätigung ihres Engagements für einen alten Baustoff, der auch in Zukunft Bestand haben wird.

 

 

Sie schätzen hochwertige Produkte und anspruchsvolle Projekte? Dann sollten wir uns kennenlernen. Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Projekt zu einer Erfolgsgeschichte machen!
 

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